Die Darstellungen Gaias als Urmutter und Quelle allen Lebens sind tief in der menschlichen Kultur verankert. In der Kunst wird sie oft mit einem Füllhorn oder mit Früchten dargestellt, Symbole für die Fülle und Fruchtbarkeit der Erde. Sie wird auch mit Kindern abgebildet, die ihre Rolle als schützende und nährende Mutter betonen.
Eine thronende schwangere Göttin ist die „Die Frau von Pazardik“
aus Zentralbulgarien / Ostbalkan Kultur / um 4500 v. Chr.
Kunsthistorisches Museum Wien
Die Frau von Pazardik ist eine meiner Lieblingsfigurinen,
die einen starken Bezug zur Erdgöttin Gaia hat
Unser Wohnort auf der Erde ist mehr als nur der Ort an dem wir leben – es ist unsere Heimat, der Raum, in dem wir verwurzelt sind und uns entfalten. Die Erde als unsere Mutter versorgt uns mit allem was wir brauchen. Wir kommen von ihr und eines Tages werden wir wieder zu ihr zurück kehren.
Wir tragen eine Verantwortung für diese Erde, für unseren Lebensraum, der uns so viel schenkt. Bepflanzen wir unsere eigenen Gärten harmonisch und vielfältig, achten wir auf die Tiere die darin leben, sorgen wir uns um den Kreislauf des Lebens. Jeder Baum, jede Blume, jedes Insekt und jedes Tier ist Teil eines größeren Ganzen, das nur dann in Harmonie gedeihen kann, wenn wir es respektvoll behandeln.
Die Erdmutter lehrt uns die Weisheit des Gebens und Nehmens und den Respekt vor dem Leben in all seinen Formen. Wir sollten uns in der Haltung der Dankbarkeit üben und Hüter und Pfleger dieser wunderbaren Mutter Erde sein.

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Gudrun Kropp (Dienstag, 17 Februar 2026 01:02)
Danke für Ihren ansprechenden und aussagestarken Artikel über die Mutter Erde! Warum konnte es soweit kommen, dass das göttlich Weibliche so in Vergessenheit geraten ist???Das weibliche oder die Mutter=lateinisch "MATER"ie gilt als das ursprünglich Göttliche, das die materielle Erde darstellt. Wie stark hat die Kirche und die sogenannte christliche Bibel aus dem weiblich Göttlichen, einen patriarchalen Gott gemacht? Somit kam mit der Kirchengeschichte und einer künstlich konstruierten Jesusfigur die Lüge in die Welt. Es gibt bis heute nur einen Vater im Himmel, der mit seinem eigenen Sohn eine Liebesbeziehung führt? Aber es gab keine MUTTER Erde als Gottes wahres Gegenüber. Die weibliche Weisheit, Sophia oder Shokmah wurde ins Männliche verdreht. Mutter Erde, Gottes weibliche Seite wurde seit Jahrtausenden aus dem Gottesbild verdrängt! Mutter Erde wird nach wie vor geplündert und zerstört. In diesem Zusammenhang steht für mich auch, dass Frauen nicht mehr ihre eigene Weiblichkeit im Gottesbild einfordern, sondern das einseitig männliche Gottesbild weiterhin ohne Aufzubegehren und ohne zu Hinterfragen, akzeptieren und somit Verrat an ihrem eigenen Selbst begehen. Wer nichts einfordert, bekommt nichts. Der Mann konnte sich damit zum Herscher der Welt aufspielen. Was daraus geworden ist, das Ergebnis sehen wir. Finden wir Frauen doch endlich zurück zu unserer göttlichen Weiblichkeit und überlassen den Männern nicht ewig das Ruder! Es ist Zeit! Liebe Grüße! �
Brunhild Griesner (Dienstag, 17 Februar 2026 15:54)
Liebe Gudrun, vielen Dank für Ihr engagiertes Feedback. Ich freue mich, wenn wir Frauen uns gegenseitig immer wieder stärken und austauschen. Herzliche Grüße Brunhild