Lexikon

Schwarze Madonna von Montserrat in Spanien Fünf Minuten, die kontemplativ vor ihr verbracht werden, reichen aus, um davon überzeugt zu sein, daß man sich nicht vor irgendeiner antiken Puppe befindet, sondern in der Präsenz einer großen Macht: dem Mana der uralten Göttin von Leben, Tod und Wiedergeburt. Ean Begg 1 Schwarze Madonnen üben eine große Fasziantion auf mich aus. Sie sind auf der ganzen Welt verbreitet, ihre Vorgängerinnen waren Erdmütter, Waldfrauen, Göttinnen der Unterwelt...
Eier galten als Symbole der Wiedergeburt Ostereier wurden rot gefärbt denn rot galt als die Farbe des Lebens Mythen von der Weltschöpfung berichten vom Welt Ei. Die Göttin paarte sich mit Ophion der Schlange und legte das Welten-Ei in dem alles enthalten war. In Gestalt der Sonne brütete sie es aus, denn Schlangeneier werden von der Sonne ausgebrütet. Schlangeneier wurden zu Ehren der Sonne scharlachrot gefärbt, daraus wurden die Ostereier Die Urgöttin der matriarchalen Zeit war die...
Hawaische Mythen erzählen von der Schöpfungsgöttin Hawumea aus deren Körper alle Wesen heraus sprangen Die Irokesen glaubten, die Welt ruhe auf dem Rücken von Turtle der Schildkröte Die Spinne galt in amerikanischen Mythen als Schöpferin eines Gewebes, aus dem die Erde entstand Vor der Entstehung von personifizierten Göttinnen und Göttern waren Tiere, Sonne und Mond, Pflanzen, Steine und Bäume die Hauptmotive in den Mythen der Völker. Die Ursprungs – und Schöpfungsmythen dienten...
So stell ich mir eine Landschaftsgöttin in Schweden oder in Finnland vor! Die Alte zählt schon mehrere hundert Jahre und ist reich! Sie verbirgt Schätze in den Bergen. Sie raucht Moos aus ihrer Pfeife, trägt Schuhe aus Birkenrinde, sie ist ungezähmt wie der Schneesturm und so stark wie ein Wasserfall. Auf saftigen Wiesen weiden ihre Herden mit goldgehörnten Kühen. Sie beugt sich vor niemandem, kann Hagelwetter heraufbeschwören und den Blitzstrahl lenken. Sie singt Zauberlieder, braut...
Als Urmutter der Menschen als Trägerin der Fruchtbarkeitskraft steht diese Muttergöttin am Anfang jeder Religion Die Wortsilbe Ana bedeutet Mutter, Urmutter, kosmische Mutter, Weltenmutter Ein Bild aus der Kirche Mariapfarr im Lungau zeigt die Heilige Ana als Erdmutter. An ihrer Brust und an ihrem Herzen nährt sie den Stammbaum aller Geschlechter, der aus ihrem Schoß emporwächst. Sie ist eins mit der Erde und verbunden mit dem Baum. Ihr Kopf bildet einen Berg und so ist sie eine richtige...
Der Lebensbaum der einer Baum Mutter zugeordnet ist steht in der Mitte der Welt. Früchte tragender Mutterbaum in Vrsar / Istrien Heiliger Baum in Palästina - Mutter der Fetzen Überall in Palästina gibt es heilige Bäume und Baumgruppen mit oder ohne Heiligtum. Sie gelten als unantastbar, weil sie der Sitz eines Heiligen sind und bisweilen nach ihm ihren Namen führen; die unter ihnen aufbewahrten Gegenstände dürfen nicht gestohlen werden. Die Verehrer pflegen Tuchfetzen in den Zweigen...
weiss - rot - schwarz Die Verwendung von Farben für kultische Zwecke entwickelte sich aus den Beobachtungen und Erfahrungen des alltäglichen Lebens der Menschen. Weiß sind die Blüten von Pflanzen und Bäumen im Frühling, blutrot sind ihre Früchte im Sommer und schwarz wie die Nacht sind viele reife Beeren im Herbst. Diese drei Phasen in der Natur, die sich stets wandeln und wieder verändern, weisen auf das zyklische Geschehen von Wachstum, Geburt und Tod, dem die Wiedergeburt folgt. Die...
Erdgöttin - Steinfrau - Meermutter Bucht von Tossa del Mar / Spanien AN DIE MEERESGÖTTIN TETHYS Tethys ruf ich, mit den Augen voll himmlischem Lichtglanz, Sie verbirgt sich im Schleier vor den menschlichen Blicken, Großen Ozeans Kaiserin ruf ich, die göttliche Tethys, Wandernd in Tiefen, erfreut an Stürmen, die Erde zu fegen. Deine gesegneten Wellen wandern in rascher Bewegung, Peitschen die felsige Küste mit den endlosen Fluten, Freude ist es dir, in dem heiteren Meere zu spielen, Mit...
Das gemeine Volk glaubte, dass Frauen einen besonderen Zugang zu zauberischen Kräften besäßen und es meinte – zu Recht - dass Frauen ihre Nachkommenschaft, die Zukunft des Menschengeschlechts, mit besonderer Wildheit verteidigten. Um ihren Kindern zu helfen, sagten die Geschichtenerzähler, riefen die Frauen unsichtbare Mächte der Welt an. Es ist frustrierend, Literatur über Schamanismus zu lesen. In den meisten Büchern kommen Frauen als Schamaninnen gar nicht vor. Von männlichen...
Im Lungau kennt ihn jeder, den schlafenden Riesen, der seinen felsigen Körper über eine ganze Bergkette zwischen dem Speiereck in Mauterndorf und dem Schareck ausstreckt. Seinen Kopf bilden die Kempenköpfe, sein Bauch wird das Schöneck genannt. In den Sagen von Tweng ist er der schlafende Mönch, der sich einen Berg als Kopfkissen gewählt hat. Friedlich schläft er im Winter mit leicht geöffnetem Mund, doch im Frühling erwacht er aus seinem tiefen Schlaf. Er wechselt sein Gewand in ein...

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